Die Erziehungs- und Jugendberatungsstelle Nürnberger Land feiert ihr 40-jähriges Bestehen
 


Aktuelles aus dem Diakonischen Werk

Die Erziehungs- und Jugendberatungsstelle Nürnberger Land feiert ihr 40-jähriges Bestehen

Seit 40 Jahren gibt es die ökumenische Erziehungs- und Jugendberatungsstelle Nürnberger Land unter Trägerschaft des Diakonischen Werkes Altdorf-Hersbruck-Neumarkt e.V und der Caritas Nürnberger Land e.V.

In all diesen Jahren hat sie sich mit ihren Standorten in Lauf, Altdorf und Hersbruck wegweisend den Belangen von Eltern, Familien, Alleinerziehenden und Jugendlichen im gesamten Landkreis Nürnberger Land angenommen. Auch zur Feier des 40. Geburtstags steht die Zielgruppe, d.h. Familien und Eltern, im Mittelpunkt einer ganzjährigen Vortrags- und Veranstaltungsreihe, die angepasst an die aktuelle Pandemieentwicklung auch virtuell stattfinden wird. Bereits seit 2014 leitet Dipl.-Psychologin Ulrike Frings mit großem Engagement die Beratungsstelle. Besonders begeistert sie dabei die Zusammenarbeit in ihrem lebendigen Team, in das sich jeder Mitarbeitende mit viel Kreativität, Leidenschaft und Tatendrang einbringt. Auch die Vernetzung mit den unterschiedlichen Kooperationspartnern im Landkreis wie z.B. Schulen, Kitas, dem Amt für Familie und Jugend oder dem Familiengericht sei hervorragend, „ein richtig gutes Miteinander“. Die Anfragen nach Unterstützung und Beratung befinden sich laut U. Frings seit Jahren kontinuierlich auf einem sehr hohen Niveau. Über die Jahre gab es eine Erweiterung der Themenschwerpunkte von klassischen Erziehungsthemen wie z.B. Trotz, familiäre Probleme, Konzentration um komplexere Herausforderungen wie die Beratungen von „Hochstrittigen Paaren“ oder das Angebot des „Begleiteten Umgangs“. Eine wichtige Zielgruppe seien in den letzten Jahren Eltern mit psychischen Auffälligkeiten geworden, deren Kinder früher kaum im Fokus des Hilfesystems waren. „Wir reagieren flexibel auf sich verändernde gesellschaftliche Anforderungen“, so U. Frings. So habe z.B. das Thema Mediennutzung und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren immer mehr an Präsenz gewonnen. Geplant ist auch das sogenannte FreD-Projekt (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten) 2021 neu zur Prävention für jugendliche Erstkonsumenten anzubieten. Aktuell stellt die Corona-Pandemie auch die Beratungsstelle vor neue Herausforderungen. Das Team geht jedoch mutig innovative Wege, um Beratung in Pandemiezeiten und auch im Lockdown umfänglich anzubieten: Zum „blended counseling“ gehören die Videoberatung mit einem datensicheren Tool, Online-Beratung oder auch Präsenzberatung unter strikter Einhaltung von Hygieneplanrichtlinien. Bereits jetzt sei laut U. Frings erkennbar, dass gerade die Videoberatung nicht nur eine Notlösung während des Lockdowns darstellt, sondern auch künftig ein zusätzliches Angebot sein kann. Auf die abschließende Frage nach ihren Wünschen für die nächsten 40 Jahre fällt U. Frings gleich mehreres ein: „Mehr Räume und mehr Personal, um all den Ratsuchenden gerecht zu werden und weiterhin so gute Bedingungen, was die Netzwerkarbeit betrifft. Vor allem aber wünsche und hoffe ich, dass die Eltern und Familien des Landkreises uns weiterhin in so hohem Maße ihr Vertrauen schenken, dass auch in den nächsten Jahrzehnten eine so hervorragende Zusammenarbeit möglich sein wird.“ Themen der Jubiläums-Veranstaltungsreihe 2021, die Ende Februar beginnen wird, werden u.a. Pubertät, Mediennutzung im KiTa- und Grundschulalter, ADHS, Wut und Trotz, Trennung/Scheidung sein. Kontakt: Erziehungs- und Jugendberatung Nürnberger Land, Lauf tel.: 09123-13838, Altdorf Tel.: 09187-1737 eb@diakonie-ahn.de

Meldung vom: 11.02.2021