Aus dem Diakonischen Werk

Tagespflege – wichtiger denn je

SPD-Ortsverein besuchte Einrichtung der Diakonie im Hirtenbühl in Altensittenbach

Der SPD-Ortsverein Hersbruck mit Bürgermeisterkandidat Achim Stötzner und mehreren Stadträten informierte sich bei einem Besuch im Hirtenbühl bei Susanne Deuschle, Leiterin der Vereinigten Diakoniestationen Hersbruck im diakonischen Werk Altdorf- Hersbruck-Neumarkt, über die Situation der Tagespflege.

Oft sieht man die kleinen weißen Autos der Diakonie in Stadt und Land fahren, denn sie bieten diehäuslicheambulante Pflege der älteren Menschen, die sich, wenn auch nicht mehr ganz selbstständig, aber doch noch in ihrem Zuhause versorgen können. Rund 100 Mitarbeiter hat Deuschle in ihren Teams und die sind täglich richtig gefordert, heißt es in der Pressemitteilung der SPD.

Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung, hauswirtschaftliche Unterstützung – immer je nach Pflegegrad oder privater Zuzahlung – oder Verabreichung der verordneten Medikationen sind nur einige der zahlreichen Aufgaben der mobilen Fachkräfte. Dafür gibt es einen Leistungskatalog, in dem genau aufgeschlüsselt ist, welche Tätigkeiten zu verrichten sind. Die SPD habe Susanne Deuschle als äußerst korrekte und sehr menschliche Persönlichkeit erlebt, die täglich all diese Punkte mit dem richtigen Gefühl für ihre Mitarbeiter und die Pflegebedürftigen und mit einer dementsprechenden Finanzierung unter einen Hut bringenmuss. Im großzügigen und nun schon fast 20 Jahre alten Gebäude am Hirtenbühl, das dank viel Glas und Holz eine angenehme Atmosphäre bietet, ist im Erdgeschoss die Tagespflege mit rund 20 Pflegeplätzen untergebracht. Neben gemeinsamem Frühstück, Mittagessen und Nachmittagskaffee finden dort tägliche Aktivierungsangebote wie Gymnastik, Kreatives Gestalten, Gedächtnistraining oder Singen statt. Gemeinsam die Mahlzeiten zubereiten ist eine der Möglichkeiten, die die Gäste im Hirtenbühl haben und auch Ruheräume sind vorhanden, wenn sie sich zurückziehen möchten. Am späten Nachmittag werden die Senioren mit dem Diakoniebus wieder nach Hause gebracht.

Auf die Frage von Achim Stötzner, ob genügend Personal vorhanden sei, um die Pflegequalität zu gewährleisten und ob sich die älteren Menschen einfach in die Tagespflege einfinden können, antwortete die Pflegedienstleiterin offen, dass in der ganzen Branche nicht leicht Fachkräfte zu finden seien, aber weil sie hauptsächlich Frauen beschäftige, die gerne Teilzeit arbeiten, um Familie und Beruf zusammen zu bekommen, sei das in Hersbruck kein Problem. Auch neue Berufsfelder wie der Pflegehelfer passen hier ins Konzept und es werden regelmäßig Praktikanten der verschiedenen Hoch- und Fachschulen beschäftigt, die die Fachkräfte unterstützen können, so Deuschle.

Der Wohlfühlfaktor komme oft damit, dass sich viele der Gäste von früher her kennen oder aus dem gleichen Ortsteil stammen. Die Familien könnten ja feste Tage buchen, an denen immer die gleichenLeutedasindund das helfe den älteren Menschen, sich besser zurechtzufinden und gerne zu kommen. Bei einer größeren Gruppe sei natürlich immer Fingerspitzengefühl gefragt, sagte sie abschließend mit einem Augenzwinkern. Die politischen Gäste würdigten die Arbeit von Deuschle und ihrem Team als eine wichtige Entlastung für die pflegenden Ehepartner und Familien und die Einrichtung als schönen, vertrauensvollen Aufenthaltsort für die älteren Herrschaften.

(HZ, 07.10.2019)